Challenge: Mitarbeiter finden!

XTRAmagazin

Recruiting ist heute ein deutlich komplexeres Thema als es noch vor einigen Jahren war. Und doch wird dieser wichtige Bereich – das Finden von zukünftigen Mitarbeitern – oftmals bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) von einem Mitarbeiter (m/w/d) „irgendwie nebenbei erledigt“. Das war früher prinzipiell kein Problem. Heute muss dieser Mitarbeiter sich jedoch ständig weiterbilden, um up to date zu sein. Er benötigt eine hohe geistige Flexibilität, um seine Denkmuster permanent an die neuen Marktsituationen anzupassen.

Warum ist das so?

In den letzten Jahren hat sich der gesamte Arbeitsmarkt um 180 Grad gedreht. Vor nicht mal 15 Jahren kamen auf eine Stellenausschreibung in der lokalen Tageszeitung teilweise noch hunderte von Bewerbungen. Chefs und Vorgesetzte haben diesen Umstand oft genutzt, um den vorhandenen Mitarbeitern zu drohen: „Wenn Du nicht willst – vor der Tür warten genügend andere, die Deinen Job haben wollen.“ Doch diese Zeiten sind vorbei! Heute sind Unternehmer froh, wenn Sie wenigstens ein paar Bewerbungen auf Ihre Stellenausschreibungen erhalten. Denn heute suchen sich die Arbeitnehmer aus, wo sie arbeiten möchten. Früher zählte vor allem das Gehalt und eventuell ein repräsentativer Firmenwagen mit Privatnutzung für neue Mitarbeiter. Heute sind dies ganz andere Werte, wie welche Arbeitszeitmodelle am besten zu deren persönlichen Lebensmodellen passen. Oder welche Firma das beste Angebotsportfolio für die aktuelle Lebensphase anbieten kann.

Wie sieht die Personalsituation heute aus?

Um es mit einem Wort auf den Punkt zu bringen: Katastrophal. Denn: Trotz Brexit und leicht abschwächender Konjunktur sind die Auftragsbücher deutscher KMU gut gefüllt. In vielen Branchen gibt es Kundenanfragen ohne Ende. Die Unternehmer können sich Geld zu historisch niedrigen Zinsen leihen. Und trotzdem kommen die Unternehmen nicht richtig voran. Ihnen fehlen schlichtweg die Menschen, die bei Ihnen arbeiten wollen.

Gut dran ist der Unternehmer, der sich selbst und/oder seine Recruiter (Neudeutsch für Mitarbeiter, deren Job es ist, neue Mitarbeiter einzustellen) auf diese neue Personalsituation einstellen kann. Die Frage „Wer ist der Bewerber?“ kann heute nicht mehr so klar und einfach beantwortet werden. Vielmehr ist es so, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen heute so um Mitarbeiter „kämpfen“ (war for talents) müssen, wie sie es sonst um Kunden getan haben. Und genau das ist das Ei des Kolumbus! Heutzutage müssen Firmen Personal-Marketing betreiben.

Aber bevor wir zu Arbeitgebermarkenbildung (Employer Branding) kommen, lassen Sie uns bei der Challenge bleiben: Mitarbeiter finden. Wo also treffen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber?

Firmen-Homepage

Auf den Webseiten deutscher KMU hat man oftmals das Gefühl, das die Zeit stehen geblieben ist. Den Charme der 2000er Jahren versprühend, gespickt mit unpersönlichen Stockfotos. Ausgerichtet auf Kunden. Menüpunkt „Karriere“ oft Fehlanzeige. Und wenn doch, dann sehr oft mit PDF-Stellenausschreibung und Bewerbung per E-Mail an „bewerbung@firma.de“. Auch noch sehr gerne genommen: Schicken Sie Ihre Bewerbung per Post! In beiden Fällen müssen Unternehmer darauf achten, nicht ganz schnell in der Datenschutzfalle zu sitzen. Stichwort: DSGVO.

Stellenbörsen

In Deutschland gibt es eine schier unendliche Zahl an Stellenbörsen. Universelle, regionale, branchenspezifische, stellenartspezifische usw. Alleine mit unseren Lösungen können Sie aktuell Stellenausschreibungen auf über 1.000 Stellenbörsen veröffentlichen. Um eine Stelle optimal auszuschreiben und zu veröffentlichen, bedarf es einiger Vorüberlegungen, Marktkenntnisse und Erfahrungen. Viele Stellenbörsen kosten sehr viel Geld und die meisten KMU können sich zeitlich und finanziell nicht unzählige Versuche leisten, um die „richtige“ Stellenbörse zu finden.

Social Media

Das Finden von potentiellen Kandidaten über soziale Netzwerke ist gar nicht so neu. Und doch hören wir in Kundengesprächen immer wieder: „Das ist nichts für uns, das mag unsere Geschäftsleitung nicht.“ Oder: „Das bringt nichts. Unsere Leute finden wir dort nicht.“ Bitte? 28 Millionen Menschen in Deutschland nutzen Facebook aktiv, davon 21 Millionen täglich. Und mehr als 13 Millionen User zählt Xing, das immer noch wichtigste Business Social-Network in Deutschland. Und da sind „Ihre Leute“ nicht zu finden?

Es gäbe noch einiges mehr, das wir aber aus Platzgründen einfach nicht mehr anführen können.

Wenn Sie mehr über die Themen Mitarbeiter finden und binden, wie geht Recruiting heute und wofür brauche ich eine Arbeitgebermarke, wissen möchten, dann schreiben Sie uns.